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Trauer im Zoo Berlin: Gorilla-Dame Mpenzi stirbt nach medizinischem Eingriff
Zoo Berlin nimmt Abschied von Gorilla-Dame Mpenzi
Der Zoo Berlin trauert um ein langjähriges Mitglied seiner Gorillafamilie. Die 41-jährige Westliche Flachlandgorilla-Dame Mpenzi ist nach einem medizinisch notwendigen Eingriff nicht mehr aus der Narkose erwacht.
Mpenzi wurde 1985 im Zoo Berlin geboren und lebte dort mehr als vier Jahrzehnte. Sie war die Enkelin von Fatou, die mit 69 Jahren als ältester Gorilla der Welt gilt.
Zahnprobleme machten eine Behandlung unter Vollnarkose notwendig
Auslöser des Eingriffs waren Zahnprobleme, die eine Behandlung unter Vollnarkose erforderlich machten. Zahnerkrankungen können weitreichende gesundheitliche Risiken bergen und unter anderem die Herzgesundheit beeinflussen.
Der Eingriff verlief zunächst planmäßig. Nachdem der erste Backenzahn gezogen worden war, zeigte eine endoskopische Untersuchung, dass auch die Wurzeln der beiden folgenden Backenzähne massiv angegriffen waren. Deshalb mussten auch diese entfernt werden.
Atmung setzte beim Erwachen aus der Narkose aus
Nach der Operation wurde Mpenzi engmaschig überwacht. Während des Erwachens aus der Narkose stellte die Gorilla-Dame jedoch die Atmung ein und erwachte nicht mehr.
Der Veterinärmediziner und Direktor von Zoo und Tierpark Berlin, Dr. Andreas Knieriem, erklärte, bei älteren Tieren werde sehr sorgfältig geprüft, ob sich ein Eingriff unter Vollnarkose vermeiden lasse. In Mpenzis Fall sei die Zahnbehandlung jedoch notwendig gewesen.
Der Eingriff sei von sechs erfahrenen Veterinärmedizinerinnen und Veterinärmedizinern aus dem Zoo Berlin und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung durchgeführt worden und ohne Auffälligkeiten verlaufen. Umso trauriger sei es, dass Mpenzi nach der Operation nicht mehr erwacht sei. Trotz großer Erfahrung und moderner tiermedizinischer Möglichkeiten lasse sich ein Narkoserisiko niemals vollständig ausschließen.
Die genaue Todesursache soll nun im Rahmen einer pathologischen Untersuchung ermittelt werden.
Mpenzi gehörte bereits zu den älteren Gorillas
Die Biologin Jennifer Hahn erläuterte, die durchschnittliche Lebenserwartung von Gorillas im natürlichen Lebensraum liege bei 35 bis 40 Jahren. Damit sei Mpenzi trotz ihrer Abstammung von Gorilla Fatou bereits eine ältere Gorilla-Dame gewesen.
In menschlicher Obhut könnten Gorillas älter als 40 Jahre werden. Auf den Menschen übertragen entspreche Mpenzis Alter ungefähr 70 bis 80 Jahren.
Gorillagruppe erhält Zeit für den Abschied
Nach Angaben von Hahn erhielt die Gorillagruppe Zeit, sich von Mpenzi zu verabschieden. Das Affenhaus wurde deshalb vorübergehend für Besucherinnen und Besucher des Zoos geschlossen.
Mehr als vier Jahrzehnte Teil der Berliner Gorillafamilie
Mpenzi wurde am 9. Juli 1985 im Zoo Berlin geboren und war damit mehr als vier Jahrzehnte lang Teil der Berliner Gorillafamilie. Innerhalb der Gruppe galt sie als eher zurückhaltend und ließ ihren Artgenossen häufig den Vortritt.
Im täglichen Training mit ihren Tierpflegerinnen und Tierpflegern zeigte sie dagegen eine andere Seite: Dort war Mpenzi häufig als Erste zur Stelle. Ihr Tod bedeutet daher besonders für das Team, das sie über viele Jahre begleitet und betreut hat, einen großen Verlust.
Westliche Flachlandgorillas sind vom Aussterben bedroht
Westliche Flachlandgorillas sind unter anderem durch die Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei bedroht. Der Schutz der Tiere in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten bleibt deshalb ein zentraler Bestandteil internationaler Artenschutzarbeit.
Die Zoologischen Gärten Berlin unterstützen die Wildlife Conservation Society im Kongo. Die Hilfe umfasst unter anderem die Ausbildung lokaler Forschungsassistentinnen und Forschungsassistenten sowie die oft beschwerliche Feldforschung vor Ort. Gemeinsames Ziel ist es, den Lebensraum der Gorillas langfristig zu bewahren.
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weiterlesenPanda-Zwillinge Leni und Lotti feiern zweiten Geburtstag im Zoo Berlin
Eistorte sorgt für Begeisterung bei den Berliner Publikumslieblingen
Besonderer Geburtstag für die wohl bekanntesten Panda-Schwestern Deutschlands: Die Panda-Zwillinge Leni und Lotti haben im Zoo Berlin ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Zur Frühstückszeit wartete auf die beiden Jungtiere auf dem Klettergerüst ihrer Außenanlage eine speziell angefertigte Eistorte, die mit Karotten- und Rote-Bete-Saft eingefärbt worden war.
Die eisige Überraschung hielt allerdings nicht lange. Die beiden Pandas machten sich umgehend über die Geburtstagstorte her und sorgten damit für einen weiteren besonderen Moment bei den Besuchern des Zoos.
Beeindruckende Entwicklung in nur zwei Jahren
Seit ihrer Geburt am 22. August 2024 haben die beiden Panda-Schwestern eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Aus den winzigen Jungtieren, die bei der Geburt lediglich 169 beziehungsweise 136 Gramm wogen, sind inzwischen stattliche Große Pandas geworden.
Heute bringt Leni mehr als 70 Kilogramm auf die Waage, während ihre Schwester Lotti rund 61 Kilogramm wiegt. Damit hat sich das ursprüngliche Gewichtsverhältnis sogar umgekehrt, denn kurz nach der Geburt war Lotti noch die schwerere der beiden.
Zum Vergleich: Panda-Mutter Meng Meng wiegt als ausgewachsenes Weibchen rund 85 Kilogramm.
Zwei Schwestern mit ganz unterschiedlichen Vorlieben
Obwohl die Zwillinge gemeinsam aufwachsen, zeigen sich inzwischen deutliche Unterschiede im Verhalten. Lotti entwickelt sich immer mehr zur Bambus-Liebhaberin und gilt zudem als äußerst motiviert beim sogenannten Medical Training.
Hierbei üben die Tiere gemeinsam mit ihren Pflegern Abläufe für Blutabnahmen oder Zahnkontrollen. Leni zeigt sich bei diesen Übungen dagegen deutlich zurückhaltender. Dafür sucht sie häufiger den Kontakt zu ihrer Mutter und gilt als besonders verschmust.
Auch bei der Wahl zwischen Innen- und Außenbereich haben die beiden Panda-Schwestern unterschiedliche Vorlieben entwickelt.
Mutter-Tochter-Bindung weiterhin sehr eng
Panda-Kurator Florian Sicks erklärte, dass die beiden Jungtiere inzwischen deutlich selbstständiger geworden seien und sich Schritt für Schritt zu eigenständigen Großen Pandas entwickelten. Gleichzeitig sei die enge Bindung zu ihrer Mutter weiterhin gut zu beobachten. Beide Schwestern würden regelmäßig die Nähe von Meng Meng suchen und mit ihr spielen wollen.
Trotz ihres Alters werden Leni und Lotti weiterhin von ihrer Mutter gesäugt. Vor allem bei der Aufzucht von Panda-Zwillingen spiele die zusätzliche Milchversorgung eine wichtige Rolle, da sich Panda-Mütter in ihrem natürlichen Lebensraum normalerweise auf die Versorgung eines einzelnen Jungtiers konzentrierten.
Bambus und Panda-Kekse stehen hoch im Kurs
Mit zunehmendem Alter wächst auch die Begeisterung der beiden Pandas für feste Nahrung. Bambus nimmt mittlerweile einen wichtigen Platz auf ihrem Speiseplan ein.
Ergänzt wird das Menü durch spezielle Panda-Kekse nach chinesischem Rezept. Diese werden unter anderem aus verschiedenen Mehlsorten sowie Süßkartoffeln hergestellt und gehören zu den besonderen Leckerbissen der Tiere.
Leni und Lotti sind echte Botschafterinnen des Artenschutzes
Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem betonte, dass die Entwicklung der beiden Tiere für das gesamte Team etwas Besonderes sei. Aus den kleinen Panda-Babys, die einst in menschliche Hände gepasst hätten, seien inzwischen stattliche Jungtiere mit einem gemeinsamen Gewicht von mehr als 130 Kilogramm geworden.
Zugleich hätten sich Leni und Lotti längst zu Publikumslieblingen entwickelt. Darüber hinaus seien sie wichtige Botschafterinnen für den internationalen Artenschutz, da weltweit weniger als 2.000 Große Pandas in freier Wildbahn lebten.
Wann verlassen die Panda-Schwestern Berlin?
Nach Angaben des Zoos lösen sich Große Pandas meist ab einem Alter von etwa zweieinhalb Jahren schrittweise von ihrer Mutter. Bei Leni und Lotti seien entsprechende Anzeichen derzeit jedoch noch nicht zu erkennen.
Aus diesem Grund bleibt die kleine Panda-Familie vorerst weiterhin zusammen. Wann die beiden Panda-Schwestern den Zoo Berlin verlassen werden, steht aktuell noch nicht fest und hängt maßgeblich von ihrer weiteren Entwicklung ab.
Berliner Erfolgsgeschichte mit internationaler Bedeutung
Die Panda-Geschichte in Berlin begann im Jahr 2017 mit der Eröffnung des Panda Gardens. Bereits 2019 sorgten Pit und Paule als erste in Deutschland geborene Große Pandas für internationale Aufmerksamkeit.
Mit der Geburt von Leni und Lotti im August 2024 wurde diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Die Aufzucht der Zwillinge ist Teil einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Zoo Berlin, der Chengdu Panda Base sowie weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen und gilt als wichtiger Beitrag zum Schutz einer Tierart, die trotz positiver Entwicklungen weiterhin als gefährdet eingestuft wird.
Zwei Geburtstagskinder mit großer Bedeutung
Leni und Lotti haben sich in nur zwei Jahren von winzigen Panda-Babys zu echten Publikumsmagneten entwickelt. Mit ihrer Geburtstagsfeier begeisterten sie erneut zahlreiche Besucher und erinnern gleichzeitig daran, wie wichtig internationale Zusammenarbeit für den Erhalt bedrohter Tierarten ist.
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weiterlesenPünktlich zum Welt-Bären-Tag am Sonntag, 23. März 2025, ist es endlich so weit: Die Panda-Zwillinge Leni und Lotti wagen ihre ersten tapsigen Schritte auf die Außenanlage des Panda Garden im Zoo Berlin. Nach wochenlangen Kletterübungen auf den kleineren Kletterstrukturen im Stall dürfen die beiden neugierigen Jungtiere nun täglich zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr das neue große Klettergerüst im Garten testen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
Dank großzügiger Spenden konnte in den letzten Wochen mit viel Liebe zum Detail eine neue Kletterlandschaft aus Baumstämmen gebaut werden. Um diese den speziellen Bedürfnissen der kleinen Entdeckerinnen anzupassen, wurden temporär einige Sicherheitselemente hinzugefügt. Zu große Lücken wurden mit zusätzlichen Brettern verschlossen und unter den Gerüsten wurde eine extra Schicht Rindenmulch zur Polsterung verteilt.
Mit Tatzen und Zähnen wurde der neue Abenteuerspielplatz heute durch den Mini-Panda-TÜV geprüft und hat mit Bravour bestanden. Ob neugierige Kletterübungen, lustiges Purzeln oder spielerisches Raufen – Leni und Lotti scheinen jede Minute draußen in der Frühlingssonne in vollen Zügen zu genießen. Immer mit dabei: die erfahrenen Tierpfleger, die ein wachsames Auge darauf haben, dass kein Ausflug zu wagemutig endet.
„Es ist einfach ein wunderbarer Anblick, die beiden verspielten Jungtiere in ihrem Element zu erleben, das alles begeistert nicht nur uns, sondern wird in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich auch unsere Gäste verzaubern“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Man mag sich nicht vorstellen, dass diese Tierart mit weniger als 2.000 Individuen ohne menschliche Unterstützung vermutlich bereits ausgestorben wäre. Doch nicht nur der Große Panda ist durch den Menschen gefährdet. Sechs der acht Großbärenarten sind bedroht. Bis auf den Braunbären und den Schwarzbären nimmt die Zahl aller übrigen Bärenarten weltweit stetig ab.“
Der erste Ausflug ins Grüne ist ein weiterer großer Meilenstein in der Entwicklung der jungen Pandas. „Im natürlichen Lebensraum unternehmen Panda-Jungtiere im Alter von etwa vier bis sechs Monaten erste Kletterversuche. Mit zunehmendem Alter werden sie immer geschickter und wagen sich in immer höhere Äste. Auch wir haben gemerkt, dass die beiden im Stall inzwischen immer höher hinauswollen, es war also nun mit den steigenden Temperaturen genau der richtige Zeitpunkt für den nächsten Schritt“, berichtet Bärenkurator und Biologe Dr. Florian Sicks. „Junge Pandas suchen auf Bäumen Schutz vor natürlichen Feinden wie Schneeleoparden oder Kragenbären. Doch das Klettern will gelernt sein, auch im natürlichen Lebensraum kommt es regelmäßig vor, dass sie abstürzen. Selbst Stürze aus großen Höhen überstehen Panda-Jungtiere unversehrt, da ihr dichtes Fell und ihr rundlicher Körperbau sie gut abfedern.“
Hintergrund:
Ohne Schutzmaßnahmen wäre der Große Panda mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits ausgestorben. Der Große Panda ist ein einzigartiger Spezialist mit spezifischen Bedürfnissen. Dank intensiver Maßnahmen gegen Wilderei und zur Förderung von Schutzgebieten und Verbindungskorridoren haben sich die Bestände zwar etwas erholt, jedoch wird der Große Panda auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) mit knapp 2.000 Individuen im natürlichen Lebensraum als „gefährdet “eingestuft. Die vom Menschen verursachte Fragmentierung des Lebensraumes durch Straßen, Schienen und landwirtschaftliche Nutzflächen ist ein großes Problem für den Einzelgänger.
Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 22. August 2024 brachte Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas zur Welt. Sie sind der zweite Panda-Nachwuchs, der jemals in Deutschland geboren wurde.
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weiterlesenFrühlingserwachen in den Zoologischen Gärten Berlin.
Die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzeln die Nasen, zarte Krokusse
sprießen aus dem Boden und ein sanfter Duft von Frühling liegt in der Luft. In
Zoo und Tierpark Berlin erwacht nicht nur die Pflanzenwelt – auch das Tierreich
begrüßt den Jahreszeitenwechsel.
Im Tierpark Berlin tollt die Giraffen-Kita wieder über die weitläufige Savannenanlage, während ein verschlafenes Bärenkuskus-Jungtier behutsam aus dem weichen Fell seiner Mutter hervorschaut. Im Zoo Berlin begibt sich nicht nur ein kleines Kugelgürteltier auf seine ersten Entdeckungstouren, sondern auch die flinken Kängurus und anmutigen Säbelantilopen haben in diesem Jahr bereits Nachwuchs bekommen.
Und das ist erst der Anfang – in den kommenden Wochen werden in beiden Parks noch viele weitere Jungtiere das Licht der Welt erblicken. „Der Frühling ist eine ganz besondere Zeit in unseren Einrichtungen“, betont Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Überall gibt es Neues zu entdecken – ob die ersten bunten Blüten oder quirlige Jungtiere, die neugierig ihre Umgebung erkunden. Man spürt bei einem Spaziergang durch Zoo und Tierpark, wie die Natur zu neuem Leben erwacht.“
Auch die Gastronomie erwacht an unterschiedlichen Ecken aus dem Winterschlaf: Der Eisverkauf startet angesichts der zweistelligen Temperaturen bereits an diesem Wochenende.
Neben tierischem Nachwuchs, Eis und blühenden Landschaften erwartet kleine Gäste zwischen 8 und 12 Jahren in den Osterferien ein spannendes Ferienprogramm in beiden Einrichtungen. Die Themen-Tage widmen sich dem Nachwuchs in Zoo oder Tierpark, den Reptilien und Insekten oder dem tierischen Osterfest – hier kommt jeder auf seine Kosten. Mit Blicken hinter die Kulissen, Experimenten und Bastelprojekten wird dabei das eine oder andere Geheimnis gelüftet. Der Frühling hält Einzug und mit ihm die Zeit des Staunens und Entdeckens in Zoo und Tierpark Berlin.
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